Dienstag, 6. Januar 2015
Körper und Geist
Der biologische Körper ist nur eine Hülle.
Eine Materialisierung um das geistige Wesen, die wir uns nicht aussuchen, nicht beeinflussen können.
Ein Jeder, der die Wertigkeit eines menschlichen Daseins auf diese Hülle reduziert, kann von unbeschreiblich schönem, äußerlichen Antlitz sein. Doch es bleibt eine Hülle und diese Hülle ist gefüllt mit nichts als Leere.
Die menschliche Arroganz vereint sich mit der Subjektivität des Geschmacks. Dass ein Jeder, der es sich herausnimmt, Schönheit am Erscheinungsbild zu messen, wahrhaft hässlich im inneren ist.
Und doch komme ich nicht umhin, dass auch ich versucht bin, vorschnell zu urteilen. So ist es der erste entscheidende Eindruck, den ich nur am körperlichen Dasein festmachen kann.
Die Kunst liegt darin, sich nicht beirren zu lassen.
Der Körper kann den Geist wiederspiegeln, doch nicht immer spiegelt der Geist den Körper wieder.
Sowohl Gutes als auch Böses verstecken sich hinter mancher Fassade, die wir leichtsinnig bewerten.

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Mittwoch, 31. Dezember 2014
Das Jahr ist Leben
Ein jedes Jahr beginnt mit der unausweichlichen Tatsache, dass es irgendwann enden wird. Wir begrüßen das neue Jahr mindestens genauso euphorisch wie seinen Vorgänger, setzen Hoffnungen in es oder nehmen es als Anlass für neue Bestrebungen.
Doch egal wie gut oder schlecht das neue Jahr wird, irgendwann wird es alt und endet damit, dass man es als geschafft betrachtet und dem nächsten Silvester entgegen feiert.
Als ob ein Jahr etwas wäre, dass man schaffen müsste, Lebenszeit, die es zu überwinden gilt, haken wir ein Jahr ab und stürzen uns in seinen Nachfolger - immer wieder. dabei sollten wir vielleicht neben der Vorfreude auf ein kommendes Jahr das Verstrichene ehren, resümieren, was wir in diesem letzten Jahr erreicht und erlebt haben, wen wir verloren oder vergessen haben und was wir nächstes Jahr besser oder gleich gut machen sollten.
Das Jahr ist Lebenszeit. Das Jahr ist Leben und wir leben nicht unser Leben um Jahre kommen und gehen zu sehen.
Wir leben die Jahre in unserem Leben um der Lebenszeit einen Sinn zu geben.

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Montag, 22. Dezember 2014
Mutter Erde
Die Kälte der Nacht macht gemeinsame Sache mit der Dunkelheit.
Wir zünden eine Kerze an und tanzen.

Der Winter verbündet sich mit grauen Wolken.
Wir malen in den weißen Zauber einen Schneeengel.

Pechschwarzer Ruß speit in den Himmel wenn die Natur brennt.
Wir schmücken jedes Wasserbett mit Dankbarkeit.

Die Erde tut sich auf und glühende Lava verschluckt Beweise des Lebens.
Wir holen die Farben der Wälder in die Rießenstädte.

Ein Planet voller Gegensätze, aus den Weiten des Universums so still und so wunderschön.
Ein Planet voller Geheimnisse, welche bösen Gedanken er beheimatet.

Dieser Planet ist unser zu Hause, wir sollten ihn behüten, als wäre es unser eigen Fleisch und Blut.

Dieser Planet ist unsere Mutter, wir sollten sie ehren.

Alles Leben auf diesem Planeten ist Bruder und Schwester - ist Familie. Wir sollten Jedes davon achten.

Warum tun wir es nicht?

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Das Leben
Hält das Leben stets eine Prüfung für uns bereit?
Ist es in der Dauer des Daseins vorgesehen, dass wir uns beweisen müssen?
Ich hoffe, dass es so ist. Denn der Gedanke, dass Manche weniger und Manche mehr um ihr Seelenheil kämpfen müssen, macht mich traurig.
So, wie jeder ein erfülltes Schicksal verdient hat, muss auch unser Aller ein Quäntchen Kampfgeist für die Erfüllung seines Streben zeigen.

Sind wir Herr unserer Zukunft? Werden wir geleitet, gar manipuliert?
In manchen Tagen wünsche ich mir, dass etwas meinen Weg ebnet, wenn ich nicht weiß, wohin mit meinen Füßen. Hin und wieder brauchen wir doch alle ein kleines Zeichen, ein Wink des Schicksals, ein bisschen göttliche Fügung.

Gibt es so etwas wie Bestimmung? Eine Art vorherdefinierte Richtung, in die man geschickt wird?
Einfach nur leben reicht wohl nicht aus. Wir müssen für etwas leben, wenn wir kämpfen, arbeiten und hoffen - um eines Tages an dem Punkt einer inneren Zufriedenheit anzukommen, die uns wissen lässt, dass sich die Mühen gelohnt haben. Mag es gar ein höherer Sinn sein, oder auch "nur" die Erfüllung unserer Träume.

Wir empfindsamen Wesen, Sklaven unserer Gedanken. Daraus bestehen sie, die Gefühle - aus Gedanken.

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